SPURFIX Methode: Mikrospuren nach einem Verkehrsunfall sichern

Wenn Fotos allein nicht ausreichen

Kfz Gutachter Christian Voye Fahrzeugbewertung
Begutachtung des Unfallschadens

Nach einem Verkehrsunfall können kleinste Lackpartikel, Kunststoffabrieb, Fasern oder andere Materialanhaftungen wichtige Hinweise auf einen Kontakt liefern. Mit bloßem Auge sind solche Spuren häufig kaum erkennbar. Auch eine hochwertige Fotodokumentation kann die tatsächliche stoffliche Herkunft einer Spur nicht bestimmen.

Die SPURFIX Methode ermöglicht es, Mikrospuren aus einem Schadenbereich mit einer speziellen Spurensicherungsfolie aufzunehmen und für eine spätere Untersuchung zu konservieren. Das kann insbesondere bei einer Unfallflucht, einem bestrittenen Fahrzeugkontakt oder Zweifeln an der Schadenentstehung von Bedeutung sein.

Wichtig ist eine frühzeitige und fachgerechte Sicherung. Das Fahrzeug sollte vorher nicht gewaschen, poliert, gereinigt oder repariert werden.

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Das Wichtigste in 30 Sekunden zusammengefasst:

Was ist die SPURFIX Methode?

SPURFIX ist ein Verfahren zur Sicherung von Mikrospuren. Hierzu wird eine dafür vorgesehene Folie auf einen ausgewählten Schadenbereich aufgebracht. Beim Abnehmen der Folie bleiben lose oder oberflächlich anhaftende Partikel auf ihrer Klebefläche zurück.

Die gesicherten Partikel stehen anschließend für eine optische, mikroskopische oder weiterführende Laboruntersuchung zur Verfügung. Dadurch bleiben sie auch dann erhalten, wenn das Fahrzeug später repariert oder das beschädigte Bauteil entsorgt wird.

Die Methode wurde insbesondere für die Untersuchung von Fahrzeugkontakten und Unfallfluchten bekannt. In der polizeilichen und sachverständigen Praxis wird sie zur ergänzenden Sicherung kleinster Spuren eingesetzt.

Häufige Fragen zur SPURFIX Methode

KFZ Sachverständiger Christian Voye geht der Spur auf den Grund !

Die gesicherte Folie kann ein wichtiges Beweismittel beziehungsweise die Grundlage einer sachverständigen Untersuchung sein.

Ihr konkreter Beweiswert hängt jedoch von der fachgerechten Entnahme, Kennzeichnung, Aufbewahrung, Dokumentation, Auswertung und dem verfügbaren Vergleichsmaterial ab. Über die Würdigung eines Beweismittels entscheidet im Streitfall das zuständige Gericht.

Der Begriff „gerichtsfest“ sollte deshalb nicht als Erfolgsgarantie verstanden werden.

Die Methode kann dabei helfen, einen Kontakt zwischen einem beschädigten und einem verdächtigen Fahrzeug zu untersuchen.

Sie kann jedoch nicht feststellen, wer das Fahrzeug zum Unfallzeitpunkt gefahren hat. Auch bei nachgewiesenem Fahrzeugkontakt bleiben strafrechtliche und zivilrechtliche Fragen gesondert zu klären.

Nicht automatisch. Farbe und Erscheinungsbild sind nur einzelne Merkmale. Für eine belastbare Beurteilung können der Schichtaufbau, die chemische Zusammensetzung sowie die gesamte Spuren und Schadenlage entscheidend sein.

Eine Untersuchung kann weiterhin möglich sein. Die Erfolgsaussichten können nach einer Reinigung jedoch deutlich geringer sein, weil lose Mikrospuren entfernt oder verlagert worden sein können.

Am reparierten Schadenbereich regelmäßig nur noch eingeschränkt. Wurde die Folie bereits vor der Reparatur fachgerecht gesichert, können die darauf befindlichen Partikel auch später ausgewertet werden.

Ausgebaute beschädigte Bauteile sollten bis zur abschließenden Klärung nicht entsorgt werden.

Die Methode ist darauf ausgerichtet, oberflächlich anhaftende Partikel ohne ein Abkratzen des Lackes zu sichern. Trotzdem müssen Untergrund, Lackzustand, Vorschäden und die konkrete Anwendung berücksichtigt werden.

Eine pauschale Zusicherung, dass jede Folie auf jeder Oberfläche vollständig risikofrei eingesetzt werden kann, wäre fachlich nicht vertretbar.

Möglicherweise können unterschiedliche Materialien oder Kontaktspuren voneinander abgegrenzt werden. Eine sichere zeitliche Bestimmung, wann eine einzelne Spur übertragen wurde, ist jedoch nicht immer möglich.

Nein. Eine optische oder mikroskopische Untersuchung kann bereits aussagekräftige Ergebnisse liefern.

Eine weiterführende Laboranalyse wird vor allem dann erforderlich, wenn Partikel optisch ähnlich erscheinen, eine genaue Materialbestimmung notwendig ist oder die Fragestellung eine höhere Untersuchungstiefe verlangt.

Davon ist abzuraten. Durch eine ungeeignete Folie, falsche Handhabung, fehlende Dokumentation oder Verunreinigungen kann der Aussagewert der Spur eingeschränkt werden.

Fotografieren Sie den unveränderten Schaden und lassen Sie sich vor weiteren Maßnahmen beraten.

Warum reichen Schadenfotos nicht immer aus?

Meine Erfahrung aus dem KFZ Sachverständigenalltag

Fotos dokumentieren Form, Lage, Höhe und Ausdehnung eines Schadens. Sie können auch sichtbare Fremdfarben, Wischspuren oder Materialablagerungen zeigen.

Ein Foto beantwortet jedoch nicht sicher, aus welchem Material eine sichtbare Ablagerung besteht. Eine rote Spur könnte beispielsweise Lack, Kunststoff, Mauerwerk, Rost, organisches Material oder eine andere Substanz sein.

Ebenso kann eine silberfarbene Lackspur optisch zu mehreren Fahrzeugen passen. Allein die Übereinstimmung der Farbe ist daher noch kein zuverlässiger Nachweis eines Fahrzeugkontakts.

Erst die Untersuchung der gesicherten Partikel kann zusätzliche Informationen über deren Struktur und stoffliche Zusammensetzung liefern. Je nach Befund kann dadurch ein vermuteter Kontakt gestützt oder ausgeschlossen werden.

Ein dokumentierter Praxisfall zeigt die Bedeutung dieser Unterscheidung: Zwei silberfarbene Partikel erschienen bei der optischen Betrachtung zunächst ähnlich. Eine weiterführende Analyse ergab jedoch eine unterschiedliche Zusammensetzung. Der vermutete Kontakt zwischen den Fahrzeugen konnte dadurch ausgeschlossen werden.

Grundsatz nach einem unverschuldeten Unfall: Damit Zweifel und mögliche finanzielle Nachteile erst gar nicht aufkommen, sollten Sie sich schnellstmöglich an einen neutralen Kfz Gutachter wenden.

Welche Spuren können mit der Folie gesichert werden?

Abhängig vom Schadenereignis können sich unterschiedliche Mikrospuren im Kontaktbereich befinden.

Dazu gehören insbesondere:


    1. Lackpartikel und Lackabrieb
    2. Kunststoffpartikel
    3. Fasern von Kleidung, Verkleidungen oder textilen Materialien
    4. Gummiabrieb
    5. Glas oder mineralische Rückstände
    6. Erdreich, Beton, Putz oder Farbanhaftungen von Bauwerken
    7. Haare oder andere biologische Spuren bei einem Wildunfall
    8. Sonstige Fremdpartikel aus dem Kontaktbereich
 
Nicht jede aufgenommene Spur stammt zwangsläufig aus dem untersuchten Unfall. Fahrzeuge tragen häufig ältere Verschmutzungen und Umweltablagerungen. Deshalb müssen Lage, Verteilung, Beschaffenheit und möglicher Entstehungszusammenhang fachlich bewertet werden.

Wie kann ich Ihnen helfen?

Ich beantworte Ihnen Ihre Frage gerne persönlich. Kontaktieren Sie mich doch einfach.

Wie läuft eine Spurensicherung ab?

Der genaue Ablauf richtet sich nach dem Schadenbild und der jeweiligen Fragestellung. Eine fachgerechte Untersuchung besteht regelmäßig aus mehreren Schritten.

Zunächst wird das Fahrzeug im aktuellen und möglichst unveränderten Zustand besichtigt. Dabei werden Schadenform, Anstoßhöhe, Deformationen, Wischrichtungen, Lackverletzungen und erkennbare Fremdspuren geprüft.

Vor der Entnahme werden Übersichtsbilder, Teilübersichten und Detailaufnahmen angefertigt. Die genaue Lage der später gesicherten Spur muss nachvollziehbar bleiben.

Die Folie wird nicht wahllos auf die gesamte beschädigte Fläche aufgebracht. Entscheidend sind Bereiche, in denen sich aussagekräftige Kontaktspuren oder Materialübertragungen befinden können.

Die Spurensicherungsfolie wird fachgerecht auf den ausgewählten Bereich aufgebracht und anschließend wieder abgenommen. Dabei werden anhaftende Partikel auf die Klebefläche übertragen.

Die Folie muss eindeutig dem Fahrzeug, der Entnahmestelle und dem Untersuchungsvorgang zugeordnet werden können. Dazu gehören eine nachvollziehbare Kennzeichnung und eine geschützte Aufbewahrung.

Im ersten Schritt erfolgt regelmäßig eine optische oder mikroskopische Betrachtung. Dabei können Farbe, Form, Schichtaufbau, Oberflächenstruktur und Verteilung der Partikel bewertet werden.

Reicht die optische Betrachtung nicht aus, können einzelne Partikel in einem geeigneten Labor untersucht werden. Welche Methode sinnvoll ist, hängt vom Material und von der konkreten Fragestellung ab.

Die Sicherung mit einer Folie ist regelmäßig nur ein Teil der Beweiserhebung. Schadenfotos, Vermessungen, Vergleichsuntersuchungen und die Prüfung der Schadenkompatibilität bleiben weiterhin erforderlich.

Welche Analyseverfahren kommen infrage?

Hierbei werden die gesicherten Partikel hinsichtlich Farbe, Größe, Form, Struktur und möglichem Schichtaufbau untersucht. Eine solche Betrachtung kann bereits deutliche Unterschiede oder Übereinstimmungen erkennen lassen.

 

Eine rein optische Ähnlichkeit reicht für eine eindeutige stoffliche Zuordnung jedoch nicht immer aus.

Bei der Kombination aus Rasterelektronenmikroskopie und energiedispersiver Röntgenspektroskopie können sehr kleine Strukturen hochauflösend betrachtet und die enthaltenen chemischen Elemente untersucht werden.

 

Das Verfahren kann beispielsweise bei Lacken, Beschichtungen, Glas, mineralischen Partikeln oder metallischen Rückständen hilfreich sein.

Die Infrarotspektroskopie, beispielsweise FTIR oder Mikro ATR, dient der Untersuchung der molekularen beziehungsweise chemischen Zusammensetzung eines Materials.

Sie kann unter anderem bei Lackbindemitteln, Kunststoffen, Fasern und organischen Stoffen eingesetzt werden.

Auch die Raman Spektroskopie ermöglicht eine stoffliche Charakterisierung sehr kleiner Partikel. Sie kann insbesondere bei Pigmenten, Lacken und Kunststoffen ergänzende Informationen liefern.

Welche Untersuchung tatsächlich erforderlich ist, lässt sich nicht pauschal bestimmen. In manchen Fällen genügt eine optische Auswertung. In anderen Fällen ist eine aufwendigere Probenpräparation und Laboranalyse notwendig.

Was kann die SPURFIX Methode nachweisen?

Eine fachgerecht gesicherte und ausgewertete Spur kann insbesondere folgende Feststellungen unterstützen:

  • Ob sich im Schadenbereich Fremdmaterial befindet
  • Ob Partikel von zwei untersuchten Objekten übereinstimmende Merkmale zeigen
  • Ob sich Partikel stofflich deutlich unterscheiden
  • Ob ein vermuteter Kontakt technisch gestützt werden kann
  • Ob ein vermuteter Kontakt eher ausgeschlossen werden kann
  • Ob die Spurenlage Hinweise auf die Kontaktzone oder Bewegungsrichtung enthält
  • Ob sichtbare Ablagerungen organischen, mineralischen oder technischen Ursprungs sind
 
Die Ergebnisse müssen immer gemeinsam mit dem gesamten Schadenbild bewertet werden. Dazu gehören Anstoßhöhen, Geometrie, Deformationen, Wischrichtungen, Bauteilmaterialien und die Schilderungen der Beteiligten.

Was kann die Folie nicht allein beweisen?

Die Grenzen der Methode sind ebenso wichtig wie ihre Möglichkeiten.

Die SPURFIX Folie kann allein nicht sicher feststellen:

  • Welche Person das beteiligte Fahrzeug gefahren hat
  • Wer den Unfall rechtlich verschuldet hat
  • Zu welchem genauen Zeitpunkt eine einzelne Spur übertragen wurde
  • Ob alle Beschädigungen aus demselben Schadenereignis stammen
  • Wie sich der vollständige Unfall zeitlich und räumlich abgespielt hat
  • Ob eine Partei bewusst falsche Angaben gemacht hat
  • Wie hoch der entstandene Fahrzeugschaden ist
 

Auch bei übereinstimmenden Partikeln muss geprüft werden, ob die geometrischen und technischen Voraussetzungen eines Kontakts vorliegen. Ein Materialvergleich ersetzt keine Unfallrekonstruktion und kein vollständiges Schadengutachten.

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Wann ist die Mikrospurensicherung besonders sinnvoll?

Ganz einfach

Wurde ein geparktes Fahrzeug beschädigt und der Verursacher hat sich entfernt, können Fremdlack, Kunststoffabrieb oder andere Partikel Hinweise auf das verursachende Objekt liefern.

Ist später ein verdächtiges Fahrzeug bekannt, können die gesicherten Spuren mit geeignetem Vergleichsmaterial untersucht werden.

Gelegentlich bestreitet eine Partei, dass sich zwei Fahrzeuge überhaupt berührt haben. In solchen Fällen kann eine Untersuchung von übertragenen Mikrospuren zusätzliche Erkenntnisse liefern.

Das Verfahren kann beispielsweise bei Lacken, Beschichtungen, Glas, mineralischen Partikeln oder metallischen Rückständen hilfreich sein.

Nicht jeder Schaden passt zu jedem behaupteten Unfallablauf. Die Mikrospurensicherung kann die geometrische und technische Kompatibilitätsprüfung ergänzen.

Sie kann unter anderem bei Lackbindemitteln, Kunststoffen, Fasern und organischen Stoffen eingesetzt werden.

Bei mehreren vorhandenen Beschädigungen stellt sich häufig die Frage, welche davon dem aktuellen Ereignis zugeordnet werden können. Eine Spurenauswertung kann dabei helfen, unterschiedliche Kontaktvorgänge voneinander abzugrenzen.

Eine sichere zeitliche Zuordnung ist jedoch nicht in jedem Fall möglich.

Welche Untersuchung tatsächlich erforderlich ist, lässt sich nicht pauschal bestimmen. In manchen Fällen genügt eine optische Auswertung. In anderen Fällen ist eine aufwendigere Probenpräparation und Laboranalyse notwendig.

Mineralische Partikel, Fassadenfarbe, Beton, Putz oder Holzfasern können Hinweise darauf geben, ob ein Fahrzeug mit einem ortsfesten Gegenstand in Kontakt gekommen ist.

Bei Kontakten mit Fahrrädern, Motorrädern, Kleidung oder Schutzausrüstung können Lack, Kunststoff oder Textilfasern übertragen werden. Auch hier kann eine fachgerechte Spurensicherung die übrige Unfalldokumentation ergänzen.

Haare oder andere biologische Rückstände können gesichert und gegebenenfalls weiter untersucht werden. Die bloße Sichtprüfung reicht zur sicheren Tierartbestimmung nicht immer aus.

Warum muss die Spur möglichst schnell gesichert werden?

Mikrospuren sind empfindlich.

Regen, Fahrtwind, Fahrzeugwäsche, Politur, Berührungen oder Reparaturarbeiten können Partikel entfernen, verlagern oder mit weiteren Stoffen vermischen.

Auch das Abwischen mit einem Tuch oder die Verwendung handelsüblicher Klebebänder kann die spätere Untersuchung beeinträchtigen.

Deshalb gilt bei einem ungeklärten Schaden:

    1. Schadenbereich nicht waschen
    2. Fremdpartikel nicht abkratzen
    3. Schaden nicht polieren
    4. Keine Lackstifte oder Reparaturmittel verwenden
    5. Beschädigte Bauteile nicht vorschnell entsorgen
    6. Lose Fahrzeugteile und Splitter geschützt aufbewahren
    7. Fahrzeug möglichst trocken und geschützt abstellen
    8. Polizei und Sachverständigen frühzeitig kontaktieren
 

Bei Unfallflucht, Personenschäden, erheblichen Sachschäden oder einer unklaren Situation sollte die Polizei verständigt werden. Die Bayerische Polizei weist darauf hin, dass eine sorgfältige Beweissicherung auch bei Verkehrsunfällen wichtig ist.

Warum sollte kein gewöhnliches Klebeband verwendet werden?

Ein handelsübliches Klebeband ist nicht automatisch für eine forensische Spurensicherung geeignet.

Mögliche Probleme sind:

    1. Ungeeignete oder verunreinigte Klebstoffe
    2. Fehlende transparente Auswertbarkeit
    3. Beschädigung oder Veränderung empfindlicher Partikel
    4. Unklare Herkunft des verwendeten Materials
    5. Fehlende Kennzeichnung der Entnahmestelle
    6. Verunreinigungen durch Hände, Verpackungen oder Werkzeuge
    7. Beschädigungen am Fahrzeuglack bei ungeeigneten Produkten

Eine eigenständige Entnahme kann außerdem dazu führen, dass wichtige Informationen über Lage und Verteilung der Spuren verloren gehen. Deshalb sollte die Sicherung von einer fachkundigen Person durchgeführt oder zumindest begleitet werden.

Verzichten Sie deshalb nicht vorschnell auf eine fachliche Schadenaufnahme. Gerade bei modernen Fahrzeugen können verdeckte Schäden, Wertminderung oder wirtschaftliche Fragen eine Rolle spielen.

Jetzt erste fachliche Einschätzung erhalten:

SPURFIX und Kfz Gutachten: Wie gehören beide zusammen?

Die Mikrospurensicherung beantwortet vor allem Fragen zum möglichen Kontakt und zur Herkunft einzelner Partikel.

Ein vollständiges Unfallgutachten umfasst dagegen weitere Bereiche:


    1. Dokumentation des Fahrzeugzustands
    2. Beschreibung der unfallbedingten Beschädigungen
    3. Prüfung der Schadenplausibilität und Schadenkompatibilität
    4. Ermittlung des erforderlichen Reparaturwegs
    5. Kalkulation der Reparaturkosten
    6. Bewertung der Verkehrs und Betriebssicherheit
    7. Ermittlung einer möglichen Wertminderung
    8. Bestimmung von Wiederbeschaffungswert und Restwert bei einem Totalschaden
    9. Dokumentation vorhandener Vorschäden und Altschäden
    10. Beweissichernde Fotodokumentation
 

Die SPURFIX Methode ist daher keine Alternative zum Unfallgutachten. Sie ist ein ergänzendes Werkzeug, wenn die gewöhnliche Schadenaufnahme allein eine technische Streitfrage nicht ausreichend beantworten kann.

Schadenminderungspflicht bedeutet jedoch nicht, dass Sie jede Kürzung oder jede Vorgabe der gegnerischen Versicherung ungeprüft akzeptieren müssen. Entscheidend ist eine fachliche und nachvollziehbare Schadenfeststellung.

Was kostet eine SPURFIX Untersuchung?

Eine pauschale Kostenangabe ist nicht seriös möglich.

Der Aufwand hängt unter anderem davon ab:


    1. Wie viele Schadenbereiche untersucht werden müssen
    2. Wie viele Folien oder Vergleichsproben vorhanden sind
    3. Ob beide beteiligten Fahrzeuge untersucht werden können
    4. Ob eine optische Auswertung ausreicht
    5. Ob eine chemisch physikalische Laboranalyse notwendig ist
    6. Welche konkrete Fragestellung beantwortet werden soll
    7. Wie umfangreich die Dokumentation und gutachtliche Bewertung ausfallen muss
Die reine Spurensicherung ist meist weniger aufwendig als eine spätere Laboranalyse. Vor einer weiterführenden Untersuchung sollte deshalb geklärt werden, welche Erkenntnisse zu erwarten sind und ob der Aufwand im Verhältnis zur technischen oder rechtlichen Bedeutung des Falls steht.

Ungeklärter Schaden? Jetzt Beweissicherung prüfen lassen

Je früher ein Schaden untersucht wird, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, noch auswertbare Mikrospuren vorzufinden.

Ich besichtige das Fahrzeug persönlich, dokumentiere den Schaden und prüfe, welche technischen Untersuchungen für die konkrete Fragestellung erforderlich und verhältnismäßig sind.

Rufen Sie mich an, bevor das Fahrzeug gereinigt oder repariert wird.

TÜV Rheinland zertifizierter Kfz Sachverständiger

Checkliste nach einem ungeklärten Fahrzeugkontakt

    1. Unfallstelle und Fahrzeuge aus mehreren Perspektiven fotografieren
    2. Detailbilder der Kontaktbereiche mit Größenvergleich anfertigen
    3. Fremdpartikel nicht entfernen oder anfassen
    4. Fahrzeug nicht waschen oder polieren
    5. Keine Reparatur beauftragen, bevor die Beweissicherung geklärt ist
    6. Lose Teile und Splitter getrennt aufbewahren
    7. Unfallort, Datum und möglichen Zeitraum notieren
    8. Zeugen und vorhandene Kameraaufnahmen sichern
    9. Bei Unfallflucht die Polizei verständigen
    10. Frühzeitig einen qualifizierten Kfz Sachverständigen in München kontaktieren